Konstantin Malofejew, Ex-GRU-Mann, streng orthodox, Monarchist und Milliardär, ist jetzt mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit getreten: er hat eine monarchistischen Partei in Russland gegründet, die „in Zeiten der Krise gebraucht wird“ im Lande. Tatsächlich neigen 28 Prozent der Russen dem Monarchismus zu, besagen Umfragen. Kremlsprecher Dmitri Peskow, nach der Parteigründung Malofejews befragt, sprach von einer privaten Initiative, die nicht mit dem Kreml abgestimmt worden sei. Gefallen wird Malofejews Vorhaben höheren Orts trotzdem. Denn wie Peskow zuvor in einem Interview sagte, die russische Elite träume von einem Zustand, wie er in Russland unter Nikolai II. am Ende des 19. Jahrhunderts geherrscht habe. Malofejew sieht den Kremlchef offenbar in der Rolle eines Monarchen, denn er glaubt, dass „Putin uns von Gott gesandt“ ist.
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2019-11-20T12:11:33+01:00