Sachbücher 2019-02-20T17:26:30+00:00

Sachbücher

Manfred Quiring ist auch als Sachbuchautor für politische Themen in und um Rußland tätig. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Bücher erschienen. Hier finden Sie eine Übersicht seiner Veröffentlichungen.

Putins russische Welt

Wie der Kreml Europa spaltet


Ist im Ch. Links Verlag am 15. März 2017 erschienen
Ausstattung: Broschur
Format: 12,5 x 20,5 cm
Seitenzahl: ca. 264
ISBN: 978-3-86153-941-4
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte

Verlags-Info: Der Russlandexperte Manfred Quiring unterzieht das Regime Putin einer radikalen Kritik. Er untersucht die Strukturen des autokratischen Systems und stellt die bisher kaum behandelte Verquickung der russischen Eliten aus Geheimdienst und Militär mit kriminellen Gruppen dar. Zugleich geht er auf das Konzept der »russischen Welt« ein und beschreibt deren nationalistische Vordenker. Quiring analysiert, wie der Kreml versucht, Europa zu spalten und dabei Mittel der hybriden Kriegsführung einsetzt, bis hin zu verdeckten Cyberattacken. Dabei bezieht er die Urteile deutscher und internationaler Russlandexperten ein.

Pressestimmen

Daniel Brössler, Süddeutsche Zeitung, 12.6.2017:

„Manfred Quiring, langjähriger Moskau-Korrespondent der Welt und exzellenter Russland-Kenner, erkannte darin (Aufruf „Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!“) den schon an Starrsinn grenzenden Unwillen, das in Russland herrschende Regime realistisch zu betrachten“. Als Antwort hat Quiring eine Bestandsaufnahme von „Putins russischer Welt“ verfasst, die sich den Quellen der Macht des Kremlchefs ebenso widmet wie den Zielen seiner Politik… Gründlich demontiert Quiring auch den Mythos von Russland als Opfer westlicher Expansion, der für die Führung in Moskau deshalb von so großer Bedeutung ist, weil er aus der Aggression in der Ukraine für viele im Westen so schlüssig einen Akt der Notwehr zu machen scheint… Er schildert Putin als zielstrebigen Zerstörer der Demokratie im eigenen Land, der mit den Mitteln von Angst und Gewalt nach innen und außen den Plan verfolgt, Russlands imperiale Macht wiederherzustellen. Wer versuchen will, Putin zu verstehen, findet bei Quiring eine nützliche Anleitung.“

Clemens Haug, Kreuzer (Leipzig):

„Russlands Präsident Putin als Unterstützer und Anheizer rechtspopulistischer Strömungen in Europa, seine Geheimdienste als Quell von Desinformation und Propaganda unter anderem gegen die deutsche Kanzlerin Merkel – was mitunter selbst wie eine Verschwörungstheorie klingt, hat einen realen Hintergrund. Mit sogenannter hybrider Kriegsführung zielt die russische Führung auf die Destabilisierung Europas… Der Journalist Manfred Quiring zeichnet ein düsteres Bild von Wladimir Putin und seiner Clique… “

Robert Baag, Deutschlandfunk, 3.7.2017:

„Quirings Beobachtungen und Analysen immunisieren trefflich gegen allerlei offenbar unsterbliche Mythen und Legenden, wonach etwa Putins Russland ein missverstandenes Opfer böswilliger westlicher Ränke sei und jedenfalls niemals ein Aggressor. Nicht zuletzt sorgt der spezielle Blick des gelernten DDR-Bürgers Quiring auf den UdSSR-Rechtsnachfolger Russland, wo er immerhin mehr als zwanzig Jahre seines Korrespondentenlebens verbracht hat, für einen zusätzlichen Reiz. Kurz: Das Buch eines echten „Russlandverstehers“ liegt vor, der sein Thema zudem in Anteil nehmender, oft leidenschaftlicher Sprache zu präsentieren vermag.“

Direkter Link zum Podcast.

Ulrich Schmid, FAZ, 2.4.2017:

Der Autor „verfolgt Putins Aufstieg vom bescheidenen Posten eines KGB-Spions in Dresden über die Kaderstelle als Mitarbeiter des Petersburgers Bürgermeisters Anatoli Sobtschak bis zu seiner überraschenden Plazierung in höchste politische Ämter der russischen Föderation. Dabei unterstreicht Quiring die Konstanz von Putins nationalkonservativen Ansichten… Quiring beschließt sein Buch mit einem Überblick über die Verbindungen des Kremls zu nationalistischen Parteien und separatistischen Gruppierungen in Europa. Schlüsselfiguren sind dabei der ultranationalistische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin und der Milliardär Konstantin Malofejew, der aus seinen streng orthodoxen und monarchistischen Ansichten kein Hehl macht. Unterstützt werden der Front National, Jobbik, Ukip, AfD und die FPÖ, die kürzlich sogar einen Kooperationsvertrag mit der Regierungspartei „Einiges Russland“ abgeschlossen hat.“

Olaf Kühl, Kulturaustausch, II/2017:

„Korruption, Verstrickung von mafiösen und staatlichen Strukturen, auftragsmörderischer Ehrenkodex und Zynismus der Geheimdienste, bürokratische Willkür, Unterdrückung der Zivilgesellschaft, Verletzung völkerrechtlicher Verträge und Angriffe auf die Nachbarn wurden so oft beschrieben, dass man es nicht mehr hören mag… Es braucht eine integre Stimme und lebenslange Erfahrung, um dieses Konglomerat scheinbar sattsam bekannter Tatsachen wieder sichtbar und erfahrbar zu machen. Manfred Quiring gelingt das Kunststück, die Facetten der heutigen russischen Realität so fesselnd zu beschreiben, dass der Leser sie elektrisiert in ihrem großen und historischen Zusammenhang begreift.“

Interview (Podcast) des Autoren mit Deutschlandradio Kultur.

Pulverfass Kaukasus, 2. Auflage

Nationale Konflikte und islamistische Gefahren am Rande Europas

Ch. Links Verlag April 2016

Kaukasus-Cover

Pressestimmen zur 1. Auflage „Liest man Quirings Kompendium, weiß man, warum der Kaukasus im geopolitischen Fokus bleiben wird.“ Dieter Hanisch, Kieler Nachrichten

„Es ist Quirings Verdienst, Ordnung in die verworrenen Strukturen der politischen, ethnischen und religiösen Gemengelagen zu bringen.“ Nils Michaelis, vorwärts.de

„Ein flüssig geschriebenes, den historischen und aktuellen Stand repräsentierendes Werk, das seinen Anspruch, einer breiten Leserschaft zugänglich zu sein, vollauf erfüllt.“ Christian Fischer, Politische Studien

Pulverfaß Kaukasus hier bestellen.

Russland

Orientierung im Riesenreich

Ch. Links Verlag 2008

Russland. Orientierung im Riesenreich.

Russland. Orientierung im Riesenreich.

In der Absicht, dem deutschen Leser das russische Wesen möglichst komplex zu erläutern, holt Quiring weit aus und widmet sogar der 1000-jährigen Geschichte des Riesenreiches einigen Raum, um dann auf die selbst erlebten Geschehnisse der letzten Jahrzehnte ausführlicher einzugehen. Das kennt man ähnlich von anderen Journalisten wie Dirk Sager oder Gabriele Krone-Schmalz, doch Quiring pflegt einen unterhaltsameren Stil, lässt Anekdoten einfließen und den einen oder anderen Witz. Über die rein geschichtliche und politische Thematik hinaus informiert er über das leben in Moskau und in der Provinz und gibt Deutschen, die es kurz oder auch länger nach Russland verschlägt, Tipps über Land und Leute.
Dietmar Adam, ekz – Einkaufszentrale der Bibliotheken

Quiring schafft es, die spezifischen Besonderheiten des russischen Alltagslebens, der landeseigenen Mentalität farbig und plastisch herauszuarbeiten. Sein Ton bleibt locker, spart Kritikwürdiges dabei aber keineswegs aus. Sein Kunstgriff, jedem der neun Hauptkapitel eine inhaltsbezogene Anekdote voranzustellen, macht den Band zu einem amüsanten, dabei niemals flachen Lesevergnügen.
Robert Baag, Deutschlandfunk/»Andruck«

„Russland. Orientierung im Riesenreich“ hier bestellen.

Der vergessene Völkermord.

Sotschi und die Tragödie der Tscherkessen.

Ch. Links Verlag 2013

Der vergessene Völkermord. Sotschi und die Tragödie der Tscherkessen. Der vergessene Völkermord. Sotschi und die Tragödie der Tscherkessen.

„Der deutsche Journalist Manfred Quiring nimmt die Winterspiele 2014 zum Anlass, um die Geschichte der Tscherkessen und die gegenwärtige Situation im Nordkaukasus zu erläutern. Weil wenig über die Region bekannt ist, muss der Autor ausholen. Er schreibt über historische russische Interessen und gegenwärtige Sicherheitsprobleme im Kaukasus, über die Rolle der Kosaken in Vergangenheit und Gegenwart und über die tscherkessische Diaspora, deren wohl bekanntester Vertreter im deutschen Sprachraum der Verfasser des Vorworts zum Buch ist, der deutsche Politiker Cem Özdemir. Auch der anhaltenden Flucht tscherkessischer Familien aus Syrien in den Nordkaukasus wird ein kurzes Kapitel gewidmet. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die auch durch Moskau gestützte Gewalt in Syrien diese Menschen veranlasst, in jene Region zurückzukehren, aus der ihre Vorfahren vor 150 Jahren von russischen Soldaten vertrieben wurden.“  Volker Pabst, Neue Zürcher Zeitung

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